Dieses Jahr hatte ich mir überlegt, einem zukünftigen Brautpaar aus dem Kreis meiner Newsletter-Abonnenten, ein Hochzeitslogo für ihre Hochzeitsfeier zu schenken. Die ganze Entwicklung dieses Monogramms vom ersten Kontakt an liest du und siehst du hier.

Andreas und Katharina – das Briefing

Andreas und Katharina haben die Gestaltung des Monogramms für ihre Hochzeit gewonnen. Für alle die es nicht wissen, ein Monogramm ist ein kunstvoll gestalteter Zusammenschluss von Buchstaben, der häufig für Hochzeiten oder für Logos allgemein verwendet wird.

Andreas und Katharina heiraten im Juli und kommen beide aus dem Münchner Raum. Die Hochzeit wird in den Bergen stattfinden. Nicht ohne Grund, denn beide lieben die Berge und verbringen dort  viel Zeit mit unterschiedlichen sportlichen Aktivitäten wie Bergsteigen oder Mountainbike.

Grundsätzlich sind sie für eine schnörkelige Lösung offen, möchten aber eine eher schlanke und zeitgemäße Variante mit nicht zu vielen Schnörkeln. Sie hatten mir von meiner Website diese beiden Beispiele gezeigt

kalligraphie-feder weekly skills for brushlettering

Diese Beispiele sollen jetzt nicht maßgeblich für den finalen Stil sein, aber weil beide Schriftzüge Andreas und Katharina ansprechen, könnte man folgendes daraus schließen, was für das finale Monogramm wichtig sein könnte.

– Verschnörkelungen ja, aber nicht dominant (Bild 1)
– hoher Kontrast bei den Buchstaben (Bild 1 – Unterschied zwischen dünnen und dicken Strichen = Kontrast)
– Script Stil klassisch (Bild 1)
– modernere und sportlichere Ausprägung der Buchstaben (Bild 2)
– leichte Übertreibung in der Formensprache der Großbuchstaben (Bild 1+2)

Wie gesagt, das sind keine total verbindlichen Hinweise, geben mir aber ein paar Anhaltspunkte, was beide ansprechen könnte. Ich komme sicherlich auf Formen, die nicht diesen Beispielen ähnlich sein werden, aber von der Idee würdig sein werden, um sie zu zeigen. Die Initialen sind also A und K.

Hochzeit – die ersten Skizzen

Aufgrund der Logobeispiele, die mir Katharina gesendet hatte, begann ich erstmal, organische Formen zu ergründen. Trotzdem habe ich auch ein paar Monogramme mit weniger organischen Formen skizziert. Unten siehst du die ersten Skizzen, welche erste Anhaltspunkte für das weitere Vorgehen geben.

Auf der linken Seite sind Monogramme mit weicheren Formen und rechts siehst du welche auch mit organischen Formen, aber etwas weniger weich und fließend in den Kurven. Katharina und Andreas sagten anfangs, sie mögen Rundungen, aber sie sollten nicht zu übertrieben sein. Dennoch hatten beide ihre Favoriten auf der linken Seite, wo deutlich stärkere Rundungen vorliegen. 

Aber, diese Skizzen sind keine finalen Logos, es sind noch nicht mal finale Skizzen. Es sind lediglich Richtungen von Ideen. In manchen Fällen, wie bei diesem Projekt, halte ich es für gut, wenn der Kunde gleich zu Beginn des Projekts mit ins Boot geholt wird und es eine echte „Step by Step“ – Zusammenarbeit wird. Somit hat der Kunde ein echtes Gefühl für die Entstehung seines Logos.

Die Formen der Initialen „A“ und „K“ auf der linken Seite sind flüssiger und harmonischer. Speziell bei der Skizze 1,3, und 4 auf der linken Seite fällt dir vielleicht auf, dass es sich nicht nur um Monogramme handelt, sondern gleichzeitig um Ambigramme. Ambigramme kannst du um 180 Grad drehen und sie bleiben gleich! Diese Möglichkeit für den Anlass einer Hochzeit halte ich für besonders reizvoll.  

Skizzenphase1-Monogramm

Skizzenphase 2 

 Hier siehst du die verfeinerten Skizzen aus den favorisierten Lösungen (kleines Bild: Die in rot markierten Skizzen) der ersten Skizzenphase.

Skizzenphase1-auswahl

Skizzenphase2-Monogramm

Auf dem großen Bild siehst du die neuen Skizzen. Es ging darum, den organischen Aspekt weiter zu verfeinern. Den hohen Kontrast (Unterschied zwischen dicken und dünnen Linien) aufrechtzuerhalten und dabei zu achten, dass die Monogramm-Lösung auch eine Ambigramm-Lösung bleibt

Feedback vom angehenden Brautpaar: Sie favorisieren Nummer 1+2 auf der linken Seite der neuen Skizzen. Sie wünschen sich auch eher eine Lösung, wo beide Initialen auf einer Höhe liegen, so daß kein Buchstabe über den anderen steht. Bei den anderen Lösungen war die Befürchtung, dass die Buchstaben nicht so gut erkennbar sind, wie bei den ersten beiden Lösungen. Die Schnörkel könnten zudem auch etwas reduzierter sein. 

Für mich bedeutet das, eine Lösung zu finden, die gut lesbar ist, jedoch werde ich den dekorativen Part nicht vernachlässigen. Varianten in der Form werden noch ausgearbeitet. Ich könnte mir vorstellen, mit den ersten beiden Skizzen in den Vektorprozess zu gehen und dort weitere Möglichkeiten austesten. Bei Bedarf kann der Weg zur Skizze jederzeit wieder zurückgehen.

Vektorisierung

Ich habe die erste Skizze vom zweiten Skizzendurchlauf genommen und sie vektorisiert. Dann habe ich das A und das K in den verschiedensten Versionen ausgearbeitet, um zu sehen, welche Version für beide Buchstaben die lesbarste und schönste ist. Am Ende ist die Wahl auf das zweite A und K von links gefallen.
Initialen-Varianten
Nun hatte ich die Grundstruktur des Monogramms/Ambigramms, welche ich noch in 6 Variationen designed habe.
Hier ist eine vorläufige finale Version mit zwei verschiedenen Schriften für die Namen.
Logovarianten-Monogramm
Weitere Varianten und eine Version auf Schwarz.
Monogramm-Versionen Monogramm-schwarz
Es ist noch nicht die finale Lösung, aber viel wird sich nicht mehr ändern an der Grundform.
Ich bedanke mich an dieser Stelle schonmal bei Andreas und Katharina für die gute Zusammenarbeit und hoffe, daß sie mit diesem Logo eine tolle Hochzeit feiern und eine schöne gemeinsame Zeit verbringen werden.

 

Autor: Robert Bree
Foto und Grafik: Robert Bree
Short-URL: https://goo.gl/Yf9zGU

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