Nun hatte ich endlich einen Grund, das Unternehmen Gmund Feinstpapiere kennenzulernen. Mir war diese Firma immer ein Begriff, jedoch hatte ich keine genauen Vorstellungen. Ich war also eingeladen zur Natur Papier Drucker Awardverleihung im Hause Gmund. Ich möchte vorwegnehmen, dass ich begeistert bin von diesem Unternehmen. Das kann eine oberflächliche Meinung sein, da ich nur einen halben Tag dort verbracht habe. Oder weil sie ja so schönes Papier produzieren und daraus auch schöne Produkte gestalten, ist es naheliegend, das man Gmund einfach klasse findet. Auch haben sie einige Jahre den goldenen Briefumschlag für die Oscarverleihung gestellt. Das sind alles offensichtliche Erfolge, die diese Firma beliebt machen dürften.

Fünf positive Impulse

Nein, es sind Kleinigkeiten, die mir ein durchweg positives Gefühl an diesem Tag gegeben haben, das mit dieser Firma etwas stimmt. Aber der Reihe nach. Ich war nun am Tegernsee angekommen und hatte am Gebäude durch die Scheibe sehen können, wie zwei Damen Trinkbecher vorbereiten. Ich dachte mir hier bin ich richtig, da ich ja vor der Abendveranstaltung zu einer Führung gebeten wurde. Hier sind bestimmt schon die anderen Gäste und einige Mitarbeiter bereiten gerade Getränke vor. Also nahm ich den Eingang von diesem Gebäude und ging einen langen Gang entlang, um bei den Damen zu landen, was auch zufällig der Empfang war.

Mein erster Eindruck, als ich den langen Gang entlang ging, war, das es eine Stimmung von einem alten, aber doch lebendigen Gebäude war, die ich wahrnahm. Angekommen durfte ich auf einer Holzbank Platz nehmen um zu warten. Neben mir saß ein Pärchen aus Südtirol. Mhm…, internationaler Rundgang wird das wohl. Wieviele Leute wohl noch kommen oder schon da waren?

Eine exklusive Führung durch die Produktion

Nach fünf Minuten kamen zwei Mitarbeiter von Gmund und holten nur mich ab. Nur mich? Es kam noch ein anderer männlicher Gast meines Alters hinzu, der den Mitarbeitern schon bekannt war. Wir gingen zwei Zimmer weiter in ein Büro. Bevor ich kapierte, das wir nur zu viert waren, also zwei Gäste und zwei Mitarbeiter von Gmund, habe ich dieses Büro, in dem wir landeten, auf mich wirken lassen. Es erinnerte mich an die Büros aus meiner Kindheit. Den Steuerberater, den ich mit meiner Oma immer besuchen durfte, das Büro meiner Oma selbst oder das meines Vaters aus früheren Zeiten.

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Es war sehr gepflegt, sauber und hatte eine für mich sehr angenehme Atmospähre, mit gutem Licht und passenden Möbeln. Allein das Betreten dieses Büros war mein erster positiver Impuls. Danach stellte sich heraus, das wir im alten Büro von Herrn Kohler Senior (ehemaliger Geschäftsführer und Vater des jetzigen Geschäftsführers) saßen (siehe Foto). Ich war schon etwas überrascht warum wir nur zu zweit waren mit sogar zwei Mitarbeitern von Gmund. Gmund nahm uns als Zwei-Mann-Gruppe genauso ernst wie eine Gruppe aus 15 Leuten. Das war mein zweiter positiver Impuls. Dazu war es natürlich auch eine exklusive Behandlung, denn an Gästen fehlte es nicht, da noch mehr Führungen zeitgleich liefen und am Abend ca. 250 Gäste erwartet wurden.

Tradition und Moderne

Wir wurden sehr nett behandelt und die Führung war informativ, interessant und unterhaltend. Beim Durchgehen der Produktion gab es nun meinen dritten Impuls, der mich sehr positiv stimmte. Siehst du das Telefon und den Lichtschalter auf dem Foto unten links? Diese Gegenstände sind nicht nur Deko, sie werden auch genutzt. Ein weiterer Flashback in meine Vergangenheit, aber was ich positiv empfinde, ist das Pflegen und festhalten an Dingen, die mehr über eine Firma aussagen, also Kommunikation und Licht an/aus. Diese Gegenstände sind auch immer noch Bestandteil und voll funktionierend. Neben dem sympathischen Effekt ist es für mich eine Demonstration von Werten, die in diesem Hause gelebt werden. Tradition, natürlich, aber nicht nur zum Zeigen, es ist vielmehr eine Überzeugung. Natürlich arbeitet Gmund auch mit hochmoderner Technologie für die Papierproduktion (Bild rechts), aber der Inhalt und die Erinnerung an die Geschichte von Gmund spielen eine ganz besondere Rolle.

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Die Führung war nun beendet und wir durften uns die eingereichten Arbeiten für den Naturpapier Drucker Award anschauen. Die Halle wurde noch vorbereitet für die große Menge an Gästen die nach und nach dazukamen. Ich schaute mir die Designarbeiten natürlich gewissenhaft an von der Drucktechnik, aber auch vom Design bzw. von der Typographie. Lettering habe ich auch entdeckt, hielt sich aber in der Ausprägung in Grenzen. Nun ging ich an der Bühne vorbei, wo ein Mann und eine Frau etwas montierten. Jedoch hatte der Mann genug Zeit und Ruhe, seinen Kopf zu heben, um mich zu begrüßen und dann wieder weiter zu arbeiten. Obwohl ich niemanden kannte, wurde ich von diesem Mitarbeiter begrüßt. Das war der vierte positive Impuls. Ich darf verraten, dass dieser Mitarbeiter nicht irgendjemand war, es war Herr Kohler persönlich, Geschäftsführer und der Sohn vom Senior, in dessen Büro ich vorher Platz nehmen durfte.

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Ein Award, der Menschen zusammenbringt

In späteren Gesprächen wurde mir erzählt, dass Herr Kohler sich nicht zu schade ist, einen Mülleimer zu lehren, wenn er zufällig an einem überfüllten vorbeigeht. Auch hier bestätigt es meinen vierten Impuls, es geht nicht um Status, sondern um Inhalt, Charakter und Haltung. Mir wurde einiges klar. Nachdem die Verleihung der vielen Awards beendet war, waren alle Gäste eingeladen, im Innenhof den Tag gemeinsam zu feiern. Es wurden viele Foodtrucks aufgestellt, Musik gespielt und eine toll inszenierte Lounge vorbereitet für Gäste, die es etwas wärmer haben wollten. Dieser Abschluss des Tages war mein fünfter Impuls. Wieviel Mühe sich diese Firma für ihre Gäste gibt. Diese selbst ins Leben gerufene Awardverleihung ist eine Aktivität, eine reine Investition für den Gast. Eine tolle Aktion, ein schöner Abschluss und meine Meinung zu Gmund bleibt oberflächlich, aber ist dafür sehr gut und muss eigentlich nur im Laufe der Zeit, falls neue Erfahrungen dazu kommen, bestätigt werden :). Danke für diesen Tag.

Weitere Impressionen von Gmund Feinstpapiere.
Hier geht es zur Website von Gmund

Autor: Robert Bree
Foto und Grafik: Robert Bree
Short-URL: https://goo.gl/H1ptgQ

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