Michael Jordan hatte schon immer wieder betont, was das wichtigste im Basketball ist, um auf höchstem Niveau spielen zu können. Es sind die sogenannten „fundamentals“. Genauso ist es auch im Brush Lettering. Wenn du die Basics des Brush Lettering verstehst und dazu die Grundstrukturen der Buchstaben verinnerlichst, dann weißt du auch, wo und wie du diese Regeln brechen kannst, damit dein Lettering seinen eigenen Charakter bekommt. Dazu werden deine Buchstaben auch die notwendige Gleichmässigkeit bekommen, die ein schönes Lettering ausmachen. Voraussetzung dafür ist das regelmäßige Üben. Hier siehst du die wichtigsten Aspekte.

Die Regel

Beim Brush Lettering gibt es eigentlich nur eine Regel. Bei nach oben gehende Linien drückst du leicht mit der Brush Pen Spitze auf das Papier, und bei nach unten gehenden Linien drückst du stark auf das Papier, so daß dünne und dicke Linien entstehen. Wähle den Stift, der dir gefällt. Du siehst es genau bei Bild 1 mit den blauen Pfeilen (nach oben gehende Striche) und mit den braunen Pfeilen (nach unten gehenden Striche)

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Die Schwierigkeit

Es gibt zwar nur eine Regel, aber es gibt den kritischen Moment der Kursänderung, also von einem dünnen auf einen dicken Strich und von einem dicken auf einen dünnen Strich. Sobald du die Kurve mit dem Stift erreichst (roter Kreis) erhöhst du oder reduzierst du den Druck mit dem Brush Pen auf dem Papier. Also im Grunde genommen schon einen Hauch früher vor der Kurve. Und die Druckänderung ist ein fließender Übergang, kein ruckartiger.

brush-lettering-schwierigkeit

Die Gleichmäßigkeit

Ein gutes Lettering hat immer eine Gleichmäßigkeit in der Form seiner Buchstaben. Um das hinzubekommen kannst du dir leichte dünne Linien zur Orientierung ziehen, die du auf Bild 3 siehst. Wie bei der Kursänderung ist dies auch eine Qualität, die automatisch mit der Übung besser wird.

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Der Klassiker

Zum Trainieren dieser Prinzipien ist das Wort „Minimum“ oder auch „Millennium“ sehr gut geeignet. Denn beim Schreiben dieser Wörter verlierst du zu Beginn vielleicht die Orientierung, in welchem Buchstaben du dich gerade befindest. Aber mit der Zeit wird dein Muskelgedächtnis immer besser und es wird zu einem natürlichen Automatismus, sprich Lernerfolg.

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Zur Technik und zum Material

Bei der Stifthaltung solltest du darauf achten, dass du den Stift nicht senkrecht zum Papier hältst, sondern grob um die 45 Grad wie beim Schreiben. Denn so erzielst du dünne und dicke Striche am deutlichsten und die Spitze dreht sich nicht unkontrolliert, wie bei der senkrechten Haltung. Der Stifttyp ist egal. Als Papier solltest du glattes und weiches Papier verwenden, da sich bei herkömmlichen Kopierpapier die Stiftspitzen zu schnell konsumieren und ausfransen. Gut funktionieren z.B. DCP von Clairefontaine und das Color Copy von Papyrus.

Wenn du Brush Lettering lernen möchtest, dann schau dich gerne bei den Workshops um.

Autor: Robert Bree
Foto und Grafik: Robert Bree
Short-URL: https://goo.gl/qy6Gj4

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